nurmalso

Das Thema Flüchtlinge…

Gestern durfte ich quasi am eigenen Leib erfahren, was für „Auswirkungen“ das hier im Freistaat hat. Denn seit dem Wochenende hat Bayern seine Grenzkontrollen massiv verschärft, jedes Auto dass aus Österreich kommt wird kontrolliert. Das alleine ist nicht so tragisch, allerdings betrug der Zeitverlust bei meinem gestrigen Aufenthalt im Grenzgebiet um Freilassing und Bad Reichenhall grob 1,5 Stunden. Reine Wartezeit im Stau, da mein Weg leider auch einige Male durch Österreich führte.

Und so viel Polizei wie hier herumwirbelt, da kommt man sich direkt sicher vor. Mit einigen dieser Damen und Herren durfte ich gestern noch näher Bekanntschaft schließen, denn ein Teil einer Einsatz-Hundertschaft ist im gleichen Hotel untergebracht, dass ich gestern als einmalige Übernachtungsstätte ausgewählt hatte. Da hätte ich wahrscheinlich noch nicht einmal mein Auto vor der Tür abschließen müssen…

Allerdings stellte sich bei unserem abendlichen Gespräch auch heraus, das einige der Damen und Herren nicht gerade glücklich über ihren Einsatzbefehl sind. Hier im Umland begegneten mir gestern auch eine Menge Busse mit fremdländischen Fahrgästen, die wie ich später erfahren habe wohl von hier nach München und von dort teilweise weiter in andere Bundesländer transportiert werden. Hier im Umland sind nach Aussage einer meiner abendlichen Gesprächspartner sogar Zimmer in Hotels und Pensionen angemietet worden, um dem Ansturm gerecht zu werden und die Menschen überhaupt unterbringen zu können.

Und ganz ehrlich, wenn man die Situation fast hautnah miterlebt, dann erzeugt das schon ein relativ beklemmendes Gefühl. Wie mögen diese armen Schweine sich erst fühlen wenn sie hier durch die Gegend gekarrt werden ohne genau zu wissen wo man sie hin verfrachtet? Und was aus ihnen in der Zukunft wird? Jeder der – aus welchen Gründen auch immer – gegen diesen großen Flüchtlingszustrom wettert, der sollte sich das hier im Grenzgebiet einmal anschauen und sich fragen, ob diese Menschen wirklich böses im Schilde führen oder ganz einfach nur froh sind in Sicherheit zu sein.

Da relativiert sich doch auch so ein bisschen Stau gleich wieder…

Mein Name ist Hans

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