In unserem Haushalt macht sich schon seit langem eine Gruppe breit, gegen die der Haushaltsvorstand – also ich – schon fast einen Kleinkrieg führt: Die Staubfänger.

Staubfänger nennt man umgangssprachlich diese Gegenstände, die von weiblichen Wesen zur angeblichen Verschönerung des Wohnraums aufgestellt werden, in Wirklichkeit aber nur blöd in einer Ecke herumstehen oder auch gerne im Schrank oder einem Regal deponiert werden. Dort werden sie dann meist schon nach kurzer Zeit nicht mehr von der Aufstellerin beachtet und tun das, wofür sie erworben wurden: Staub fangen.

Hinterlistige vermeintliche Staubfänger werden sogar am Rande beliebter Wanderwege, etwa der Weg vom Schlafzimmer ins Bad aber auch vom Wohnzimmer in Richtung Küche, aufgestellt. Dort haben Haushaltsvorstände wie ich dann natürlich eher einmal die Chance, mit einem – natürlich unbedachten – Kick einen Staubfänger in den großen Nippes-Himmel zu verabschieden. Ich persönlich habe auf diesem Wege schon viele Staubfänger entsorgt beerdigt, was zwar zu kurzfristigen Diskussion mit dem weiblichen Teil der Familie führte, danach aber relativ schnell wieder vergessen war.

Bedingt durch ihre vollkommene Überflüssigkeit nehmen einem die anderen Staubfänger einen gelegentlichen Tritt gegen einen ihrer Artgenossen auch nicht übel. Im Gegenteil, sie freuen sich über die neue Nachbarschaft, die garantiert bald in ihrer Nähe deponiert wird. Denn Weibchen haben ein Faible für Staubfänger, alles was gläsern, aus Gips, aus Stoff oder einfach nur unnütz ist, zieht sie magisch an.

Hierbei sind Form und Farbe vollkommen unwichtig, denn der Staubfänger muss nur da hinein passen, wo gerade noch ein freier Platz ist. Dann freut sich das Weibchen und der Haushaltsvorstand denkt sich insgeheim schon den nächsten Plan aus, wie er den Krempel wieder los wird. Doch manchmal muss man auch über seinen Schatten springen. Und da ich in diesem Jahr schon überproportional viele dieser unnützen Staubfänger zerdeppert habe, muss auch mal für Nachschub gesorgt werden.

engel

Genau aus diesem Grund habe ich am Samstag diesen Gipsengel erstanden. Naja, mir gefällt er nicht aber dem Weibchen wird er gefallen. Das Weibchen liebt Gipsengel und am liebsten hat es diese kleinen, die man in jede freie Ritze stellen kann. Die nehmen wenig Platz weg und auch der Haushaltsvorstand – also ich – freut sich: Denn die Dinger zerplatzen gewöhnlich in hunderte Teile, wenn Mann mal wieder unabsichtlich daran stößt…

Aber nichts verraten…

Mein Name ist Hans

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Dieser Beitrag wurde 3 mal kommentiert

  1. gajako

    Fast hätte ich dich für geläutert gehalten … aber diese kindlich männliche Freude über das Zerplatzen in hunderte Teile … nee, du bist immer noch der selbe Banause und Engelkiller wie vor einiger Zeit.