nurmalso

Ich bin ja jetzt nicht unbedingt der Freund einer täglichen Rasur…

Gerade am Wochenende dürfen die Stoppeln auch gerne mal sprießen und der restlichen Gesichtsbehaarung Gesellschaft leisten. Wenn ich Urlaub habe kann es auch passieren, dass die Tendenz zum Vollbart deutlich erkennbar ist, allerdings schiebt die bessere Hälfte dann schnell einen Riegel vor und bittet zum Haare lassen. Und da hat die Gesichtsmatratze keine Chance mehr…

Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass ich mich seit dem ersten Flaum eigentlich nur nass rasiere, von einem Versuch mit einem Elektroschaber mal abgesehen. Und nach diesem Versuch hatte ich einen Rasurbrand der allerfeinsten Sorte, die entzündeten Haarwurzeln ähnelten eher dem Szenario, als hätte ich mit einem Wespenschwarm gekuschelt.

Doch ob nun zwei, drei oder auch fünf Tage, in der letzten Zeit entwickele ich beim rasieren einen Hang zum Masochismus. Denn es vergeht kaum eine Sitzung mit dem Schabeisen, an dem ich mir nicht eine Kerbe ins Antlitz hacke. Die Zyklen der Rasur richte ich im Moment danach aus, ob und wie der Heilungsprozess der Alt-Verwundungen fortgeschritten ist.

Mittlerweile habe ich wohl auch schon fast jeden Teil der Wangen- und Halspartie mit Einkerbungen versehen und hätte ich nicht so ein verdammt gutes Heilfleisch, dann sähe ich vermutlich aus wie der Glöckner von Rotterdam Notre Dame. Oder sah der etwa nur so aus, weil er sich auch nicht vernünftig rasieren konnte?

Die Verletzungen traten übrigens erst vermehrt auf, seit das Weibchen mich mit diesen verweichlichten Nassrasierern der Marke Gillette eingedeckt hat. Nur zwei poplige Klingen im Schaft, da muss Mann ja leichtsinnig werden und da ist es auch kein Wunder wenn Mann sich schneidet. Scharf und mindestens drei, besser noch vier Klingen müssen es sein, da weiß Mann gleich wie er mit so einer gefährlichen Waffe umzugehen hat.

Und so habe ich mir gestern wieder einen Rasierer von Wilkinson zugelegt. Die vier Klingen mit der langlebigen und widerstandsfähigen Titan-Carbon-Beschichtung sind besonders gründlich und mit einem Zug schabt man mit diesem Hightech-Modell locker die ersten 3 obersten Hautschichten ab und ein gemeines Barthaar hat nach diesem Schnitt schon gar keinen Bock mehr, vorwitzig über die Hautoberfläche zu sprießen. So muss das, das macht Mann Spaß, da freut er sich schon auf das nächste Schab-Erlebnis.

Und erstaunlicherweise hinterlässt der Wilkinson-Schaber auch keine Kerben im Antlitz. So muss das…

Mein Name ist Hans

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Dieser Beitrag wurde 4 mal kommentiert

  1. Horst Schulte

    Ich habe mich vor Jahren für Gillette entschieden. Damals fiel mein Vergleich mit Wilkinson so aus. Seither habe ich keine Experimente mehr gemacht. Die neuen Generationen haben sich natürlich bei allen Anbietern nach vorn entwickelt. Aber ich bin ein Gewohnheitstier und komme mit dem Produkt auch prima klar. Elektrorasierer habe ich früher auch benutzt. Zufrieden war ich damit aber nie.

    • Hans

      Die Produkt-Vorlieben sind verschieden aber wichtig ist auch das Ergebnis. Das schlimmste was ich mal ausprobiert habe war so ein Nass-Trocken-Rasierer, den kann man wohl als Fehlinvestition bezeichnen…

  2. AndiBerlin

    Der echte Mann rasiert mit einem Rasierhobel. Ist außerdem auch günstiger.
    Oder gleich mit einem Rasiermesser. Aber für letzteres bin ich nicht mutig genug, und bleibe daher bei meinem Rasierhobel.

    • Hans

      Das waren meine Anfänge, als der erste Flaum sprießte. Sehr cool finde ich allerdings das rasieren, wenn ich bei der Familie in Sizilien bin. Da wirst du mit dem Messer rasiert und der Knecht guckt noch nicht einmal dabei hin. Da kann einem schon mal mulmig werden…