Über weite Strecken war es Nervenspiel.

Oder wie es mancher Reporter formulieren würde ein taktisch geprägtes Spiel. Nun, das es kein Schützenfest geben würde, war ja auf Grund der italienischen Verteidigungskünste fast zu erwarten. Deshalb waren wirklich gute Torchancen auch Mangelware und es gab lediglich das allerdings prima heraus gespielte Führungstor durch Özil zu feiern. Das leider kurze Zeit später schon wieder Makulatur war, denn da passierte unserem weltbesten Nachbarn Jerome Boateng ein unglückliches aber klares Handspiel, das Italien zum Ausgleich per Elfmeter nutzte.

Der Rest des Spiels war ebenfalls von Taktik geprägt, einschließlich der Verlängerung. Und wenn man im Spiel nicht genügend Tore schießt, dann muss zwangsläufig das Elfmeterschießen eine Entscheidung bringen. Und was war denn das bitte?? Musste – wahrscheinlich nicht nur – mein Nervenkostüm noch so strapaziert werden? Letztendlich konnte man sich endlich einmal in einem Turnier gegen Italien – noch dazu in einem denkwürdigen Elfmeterschießen – doch noch durchsetzen und was mich natürlich besonders freut, dass der entscheidende Elfmeter von einem Kölner verwandelt wurde.

Jonas Hector hatte zwar mächtig Dusel das er den Ball noch irgendwie unter Buffon durch brachte, aber danach fragt am nächsten Tag sowieso niemand mehr. Es war natürlich nicht das beste Spiel unserer deutschen Mannschaft, aber sicherlich das bisher spannendste. Nun also steht das Halbfinale an, in dem man am Donnerstag auf Gastgeber Frankreich trifft. Sicherlich keine unlösbare Aufgabe aber auch kein Selbstläufer.

Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Mezut Özil müssen übrigens bis Mittwochabend täglich 10 Stunden ununterbrochen Elfmeter üben, denn es ist ja nicht ausgeschlossen dass es wieder zu so einer Entscheidung kommt. Nur noch einmal so einen Krimi verkraften meine Nerven nicht…

Mein Name ist Hans

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