Die 1973er Ducati 750 Racing Formula gehört zu den Schmuckstücken ihrer Zeit.

Die 750er-Klasse war damals für alle großen Hersteller von entscheidender Bedeutung. Gerade in wirtschaftlicher Hinsicht war die 750 Racing für die relativ kleine italienische Firma Ducati ein Meilenstein in ihrer Geschichte. Sie ist bis auf wenige Bauteile fast identisch mit der später frei käuflichen Straßenversion, die ich im übrigen auch schon gefahren habe.

Der wunderschöne V-Twin hatte für die damalige Zeit ordentlich Leistung im Koffer und auch einen unnachahmlichen Sound. Die Dreifach-Lockheed Scheibenbremsen wurden im Rennbetrieb erstmalig eingesetzt, ebenso hatte die Rennversion Hochkompressionskolben und stärkere Pleuel, die im inneren des per desmodromischer Ventilsteuerung arbeitenden Motors arbeiteten.

© bonhams.com

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Die elegante Vollverkleidung rundete das Bild der 750er ab und die rund 100 PS bei einem Gewicht von 148 kg machten den Renner recht flott. Zudem hatte die „Duc“ eine nicht zu unterschätzende einmalig ruhige Straßenlage in Kurven, die auch die spätere Kaufversion auszeichnete. Die von Werksfahrer Bruno Spaggiari in Imola 1973 gefahrene Maschine mit der Motor-Nr. 01 und der Rahmen-Nr. 02 ist die einzige „Überlebende“ eines Trios von Werks-Prototypen, die am Ende des Saison 1973 von Ducati an einen ihrer bevorzugten Kunden verkauft wurden. Mit ihr wurden auch danach noch erfolgreich Rennen gefahren und bis auf einige Verschleißteile, die durch Originalteile ersetzt wurden, ist die Ducati 750 Racing Formula noch im Urzustand.

Im Jahr 2006 wurde die Maschine versteigert, der genaue Preis ist nicht bekannt, dürfte sich aber zwischen 310.000 bis 380.000 Euro bewegen. In Bezug auf die historische Bedeutung dieses Motorrads dürfte die Maschine aber schon in einigen Jahren einiges mehr wert sein.

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