lupeKaum zu glauben was da abgeht.

Mittlerweile stößt wohl einigen schon das Wort „Griechenland“ sauer auf, auch mir. Wobei ich nichts gegen Land und Leute habe, wohl aber die die es vertreten. Denn was die Herren Tsipras und Varoufakis schon seit Monaten veranstalten, das grenzt schon an eine Riesen-Verarsche.

Fangen wir mal von vorne an. Die Finanzen des Landes wurden über lange Jahre schon von den Vorgänger-Regierungen mit vollen Händen ausgegeben und selbst was man nicht selbst erwirtschaften konnte gab man auch noch aus. Da wurden unter anderem Renten noch für die Generationen nach dem eigentlichen Empfänger ausbezahlt, Steuern bezahlte im Prinzip nur der kleine Mann und man hielt sich einen Beamtenapparat, der manch größerem Land zur Ehre reichen würde.

Es kam aber dann wie es kommen musste, Griechenland ging pleite. Nun, so etwas kann schlimm sein, muss es aber nicht. Schließlich ist man Mitglied der Europäischen Gemeinschaft und die setzte gleich einige Hebel in Form von Geldspritzen in Bewegung, um den Verbündeten nicht im Regen stehen zu lassen. Doch dann folgten die schon erwähnten Herren Tsipras und Varoufakis…

Sie schmetterten große Parolen ins Volk, ließen sich als Volksvertreter wählen und glaubten fortan, dass man von den Partnern der EU zwar Leistungen fordern könne, dafür aber so gut wie keine Gegenleistung erwartet werden dürfe. Und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi spielten dieses Spielchen mit und überzeugten die europäischen Bündnispartner, dass man Griechenland in jedem Fall helfen müsse.

Ich hatte immer das Gefühl, dass nach einem gemeinsamen Gespräch der Protagonisten um bezüglich der Details der geführten Verhandlungen, die Herren Tsipras und Varoufakis sich grundsätzlich über die erzielten Ergebnisse anders äußerten als die übrigen EU-Vertreter. So als wären sie auf einer gänzlich anderen Veranstaltung gewesen…

Kommen wir zum Punkt, Griechenland ist pleite und die meisten Staaten der Euro-Mitgliedsländer sind auch weiterhin bereit, Griechenland zu halten sprich Geld fließen zu lassen. Natürlich erwartet man dafür auch Gegenleistungen, wo zum Beispiel Einsparungen im Staatshaushalt vorgenommen werden können oder wie man die oberen 10.000 auch mal zur Kasse bitten kann. Doch das Prinzip geben und nehmen scheint den Herren Tsipras und Varoufakis gänzlich unbekannt zu sein.

Sie versuchten bis zum Schluß, ihre schon fast kommunistische Grundhaltung durchzudrücken und machten nur Versprechungen, die sich schlußendlich alle als warme Luft erwiesen. Um dann am Wochenende zum großen Paukenschlag auszuholen, sämtliche Verhandlungen abzubrechen und die Teilnehmer auch noch öffentlich per heimischen TV zu brüskieren. Man werde sich von Europa nicht den Hals zuhalten lassen und werde nun quasi das Volk per Referendum befragen, was es denn möchte.

Doch mal ganz blöd gefragt: Über was möchte man abstimmen lassen? Denn seit gestern ist das aktuelle Hilfsprogramm ausgelaufen, Zahlungszusagen seitens der EU damit hinfällig, Griechenland ist offiziell pleite! Nicht nur die deutschen Steuerzahler dürften sich freuen dass Geld nach Griechenland gepumpt wurde, dass man niemals wieder sehen wird. Weil zwei Fast-Kommunisten glaubten, ihre Verhandlungspartner immer wieder hinhalten zu dürfen, leere Versprechungen machten und damit ein ganzes Land endgültig an die Wand zu fahren, nur weil man offensichtlich unfähig war auch mal Kompromisse einzugehen.

Und sich dann, wenn dieses groß angekündigte aber in meinen Augen überflüssige Referendum zu ihren Ungunsten ausgeht, still und heimlich wieder verpissen zu können. Danach schreibt dann wahrscheinlich jeder der Herren Tsipras und Varoufakis ein Buch, wie man es Europa fast gezeigt hätte, das alles nach ihrer Pfeife tanzt. Mir tun die Leute in Griechenland leid, die diese leidlichen Verschleierungs- und Verzögerungstaktiken ausbaden dürfen…

Mein Name ist Hans

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