reifenEigentlich ist mir das lange nicht mehr passiert.

Aber gestern war es dann mal wieder soweit. Nach geschätzten zwei Jahren habe ich mir meinen Naturkautschuk, der bei seiner Herstellung mit viel Liebe bei einer Temperatur von 130° C in einem Ofen erhitzt und anschließend in einem aufwendigen Vulkanisierverfahren zu einem recht ansehnlichen Reifen geformt wurde, zerfleddert.

Hinten links machte es auf einmal peng und weg war er, der Luftdruck. Obwohl der Reifen eigentlich erst eine Laufleistung von etwa 15000 km hatte, entschied er sich trotzdem sich frühzeitig in den brasilianischen Kautschukhimmel zu verabschieden. Kann ja mal passieren…

Wer nun aber denkt, dass ich mit einem einfachen Reifenwechsel das Problem schnell aus der Welt geschafft hätte, der hat sich ein wenig geschnitten. Denn kurioserweise gehören Ersatzreifen zum Sonderzubehör weil immer mehr Autohersteller dazu übergehen, anstatt eines fünften Rades einen kleinen Kompressor und eine Reifenfüllmasse in den Neuwagen zu deponieren.

Eigentlich ja eine ganz gute Erfindung. Einfach den Stecker in den Zigarettenanzünder stecken, Druck aufbauen lassen, die Flasche mit der Masse eingeschraubt und den Kompressor angeworfen. Nach Herstellerangaben kann man sich dann nach zehn Minuten auf die Suche nach einem Reifendealer begeben. Soviel zur Theorie…

Ganz schlecht ist es allerdings, wenn der defekte Reifen quasi nur noch halb vorhanden ist. Dann hat man wohl nur die Möglichkeit, sich die andere Hälfte des Reifens aus Lehm zu formen und mit der Druckluft des Kompressors zu trocknen. Nur Lehm hatte ich keinen und Lust auf diese Prozedur erst recht nicht.

So musste ich dann nach langer Zeit mal wieder den ADAC aus dem Versteck locken, der mir durch den zu mir beorderten KFZ-Meister aus der Patsche half. Praktischerweise brachte er mich gleich einen neuen Pneu mit, da ich ihm die Daten am Telefon mitgeteilt hatte. Naja, von den geschätzten zwei Stunden Zeitverlust reden wir jetzt mal lieber nicht.

Aber nochmals einen herzlichen Dank an Herrn Holzmann, der mir gestern im Auftrag des ADAC geholfen hat. Wann habt ihr eigentlich schon mal die Hilfe eines Gelben Engels in Anspruch genommen? Vielleicht habt ihr ja auch so einen blöden Kompressor im Auto…

Mein Name ist Hans

Willkommen in der Quetschkommo.de. Hier berichte ich über alles was mir so in den Sinn kommt. Etwas mehr über mich kannst du hier erfahren und wo ich sonst noch so im Netz vertreten bin erfährst du mit einem Klick auf diesen Link. Wenn es dir hier gefällt komm ruhig wieder vorbei, ich würde mich freuen. Oder abonniere doch einfach den RSS-Feed dieses Blogs, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Dieser Beitrag wurde 1 mal kommentiert

  1. Markus

    Da hab ich ja Glück, dass ich sone alte Möre fahre, da hab ich noch nen vollwertiges Ersatzrad drin. Natürlich unter dem Laderaumboden des Kombi, so dass man erst mal den Kofferraum komplett ausräumen darf, bevor man an das Reserverad kommt.

    Ich bin zwar ADAC-Mitglied, habe die gelben Engel jedoch schon lange nicht mehr in Anspruch genommen. Und das, obwohl ich fast nur alte Autos gefahren habe. *aufholzklopf*