daumenEs ist Freitag.

Das dürfte nichts neues für euch sein, denn bei euch ist es sicher auch Freitag. Es sei denn ihr haltet euch außerhalb der Datumsgrenze auf, was allerdings eher unwahrscheinlich ist. Doch ich schweife ab… Denn eigentlich wollte ich ja etwas sinnvolles veröffentlichen.

Denn ab und zu veröffentliche ich ja hier im Blog auch mal etwas nützliches. Und an diesem Freitag möchte ich euch ein paar Tipps geben, Tipps zum Putzwahn. Der Putzwahn ist eine Erkrankung des Gehirns. Meist sind Weibchen davon betroffen, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als zu putzen.

Obwohl sie meistens noch einen Beruf neben dem Haushalt ausüben, wird nach Feierabend weiter gewerkelt. Da wird aber auch geschrubbt und geputzt, obwohl gar kein Dreck vorhanden ist. Denn wie sollte die Wohnung auch innerhalb von 24 Stunden wieder verschmutzen, zumal tagsüber niemand zu Hause ist/war?

Wenn diese Gruppe putzwütiger Weibchen ihrem Putzwahn nicht fröhnen kann, dann werden sie schnell nervös, die Hände fangen an zu zittern und sie wünschen sich nichts sehnlicher, als nach dem nächstbesten Staubsauger oder Putzlappen zu greifen. Bei Entzug dieser Utensilien wurde sogar schon beobachtet, dass die Betroffenen dann kurz vor einem Herzkasper stehen.

Um diesen mentalen Stress zu verhindern, sollte Mann sie in keinem Fall in der Ausübung ihrer Tätigkeit behindern. Ich zum Beispiel handhabe das relativ großzügig. Damit die bessere Hälfte auch wirklich einen Grund zum putzen hat, streue ich ihr gelegentlich etwas Dreck in die Wohnung.

Besonders geeignet hierfür ist zum Beispiel Blumenerde aus den verschiedenen heimischen Behältnissen, die man dann diskret unter der Fensterbank verstreuen kann. Allerdings nicht zu viel, da man sonst seinen Pflanzen mit der Zeit die Standfestigkeit und den Nährboden nimmt. Wenn man das Grünzeug allerdings nicht selbst liebt sondern nur duldet, darf es auch gerne ein Schäufelchen mehr sein.

Auch sollte Blumenerde wirklich nur da verstreut werden, wo in unmittelbarer Nähe auch Pflanzen stehen. Also scheiden die neuralgischen Punkte unter der Couch oder unter dem Wohnzimmertisch schon mal aus. Wenn ihr natürlich Freaks seid und eure Geranien und Begonien gerade an diesen Orten züchtet, dann darf der Dreck natürlich auch dort verteilt werden.

Ich liebe es ja auch, wenn es wie in den vergangenen Tagen mal kräftig regnet. Das reinigt nicht nur die Luft, sondern hat auch noch einen anderen angenehmen Nebeneffekt. Wenn man nämlich im Regen mit Schuhen die eine relativ grobe Sohle haben das Haus verlässt, dann kann man sicher sein dass man bei seiner Rückkehr ziemlich deutliche Spuren auf Parkett, Fliesen, Laminat oder Teppich hinterlässt. Zumindest im Eingangsbereich…

Deshalb ignoriere ich auch die Fußmatte, diese von Frauen erfundene Stolperfalle vor der Eingangstür, regelmäßig. Das geht auch für ungeübte ganz einfach, in dem Mann einfach einen großen Schritt darüber macht. Dann freut sich mein Putzteufelchen abends wieder, wenn es wieder neuen Dreck entdeckt. Dann kann sie wieder ihrem Hobby nachgehen, während ich mir unbemerkt eine neue Stelle aussuchen kann, wo ich demnächst kleine Spuren zurücklassen werde.

Allerdings sollte man als Krone der Schöpfung einen groben Kardinalsfehler in jedem Fall vermeiden. Denn samstags um 18 Uhr muss die Wohnung tiptop sein. Da darf auch nicht das kleinste Krümelchen herumliegen, dass ins Sichtfeld des Putzteufels gelangen könnte. Also auf keinen Fall unbedacht um diese Uhrzeit irgendetwas fallen lassen, Schuhe vor der Haustür ausziehen, je nach Verschmutzungsgrad auch die Socken und vorsichtig zur Couch gehen.

Denn samstags um 18 Uhr startet die Sportschau und nichts ist nerviger als ein Staubsauger im Hintergrund. Und außerdem: Wer soll das Bier aus dem Kühlschrank holen, wenn das Weibchen noch anderweitig beschäftigt ist? Ach, das wichtigste hätte ich jetzt fast vergessen. Mann kennt das ja, Mann kommt vom Frondienst nach Hause, setzt sich auf die Couch, legt die Flügel hoch und möchte erst einmal seine Ruhe haben. Und was folgt dann?

Das Weibchen berichtet nach einer mehr oder weniger ekstatischen Begrüßung von ihrem Tagesablauf. Natürlich kommt auch der Dorftratsch nicht zu kurz also alles dinge, die Mann eigentlich überhaupt nicht interessiert. Bevor die Ermüdungsphase dann umgehend eintritt genügt oft ein strenger Blick in den Flur, verbunden mit der Frage: „Ist das da Dreck oder nur ein Schatten?“ Und schon hat Mann wieder seine wohlverdiente Ruhe…

Mein Name ist Hans

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