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Die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris liegen nun 2 Monate zurück.

Die Anteilnahme in der Welt war mindestens genau so groß wie die aktuelle Angst vor neuen Anschlägen durch Attentäter des Islamischen Staates. Im Internet kursierten wochenlang Beileidsbekundungen mit den Opfern und schon Stunden nach den Anschlägen konnte man seine Anteilnahme bei Facebook zum Beispiel dadurch bekunden, dass man sein Profilbild in die französischen Nationalfarben tauchte.

Mir haben die französischen Opfer auch leid getan, allerdings habe ich mich an dieser Profilfoto-Aktion nicht beteiligt. Wobei wir aber auch schon beim Thema wären. Denn irgendwie scheint es bei dieser ganzen – ich nenne es jetzt mal überspitzt so – Mitleidshudelei große Unterschiede zu geben. Denn nachdem am Dienstag 10 deutsche Urlauber einer Reisegruppe in Istanbul durch einen Sprengstoffanschlag ums Leben kamen, halten sich die Ausmaße der Anteilnahme – zumindest bei Facebook – doch sehr in Grenzen.

Ebenso habe ich in meinem knapp über 1000 Personen umfassenden Freundeskreis nur eine sehr überschaubare Anzahl ausmachen können, die ihre Profilfotos in den deutschen Landesfarben präsentierten. Und erst gestern konnte man auch die ersten Beileidsanzeigen im Newsfeed lesen. Werden bei solchen verabscheuungswürdigen Taten generell Unterschiede bei der Anteilnahme gemacht? Waren es vielleicht zu wenig Opfer um wirklich öffentlich Mitleid zeigen zu können? Oder hat das eventuell noch andere Gründe?

Ich frage das absichtlich so provokant, denn mir ist das schon ein wenig aufgestoßen…

Mein Name ist Hans

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Dieser Beitrag wurde 1 mal kommentiert

  1. Alex

    Ich befürchte ganz, dass es immer „groß“ sein muss, damit auch wirklich ordentlich „getrauert“ wird. Erschreckend jedoch, denken wir an den Flugzeug-Abschuss über der Ukraine, über die Explosion des russischen Flugzeugs und viele andere Attacken etc… es wird stets in verschiedenem Maß „getrauert“. Verständlich nur bedingt, aber oft denkt man, dass doch irgendetwas schiefläuft in unserer Gesellschaft und heutigen Zeit. Schlimm genug, dass es immer wieder solche traurigen Momente in der Weltgeschichte gibt und wir nicht alle in Frieden neben- und miteinander leben können/wollen. :-/ Trotz der kranken Welt, dir ein angenehmes Wochenende.