Beleuchtung einschalten bei schlechter Sicht

Ich rege mich im Straßenverkehr nicht mehr über sehr viele Dinge auf, mit dem Alter wird man eben ruhiger und auch buchstäblich erfahrener. Doch zu den Dingen die mich aufregen zählt sicherlich das, was ich gestern bei diesem Shaycwetter mit teilweise sintflutartigen Regenfällen wieder dutzendfach gesehen habe.

Denn einigen scheint es wirklich schnurzpiepegal zu sein, ob man zum Beispiel in Gischtfontänen auch erkannt bzw. gesehen wird. Da wird trotz sehr diffuser Sichtverhältnisse zum verrecken kein Scheinwerfer angeschaltet. Doch die sollten eigentlich laut Straßenverkehrsordnung nicht nur während Dämmerung oder bei Dunkelheit, sondern auch wenn es die Sicht aus anderen Gründen erfordert, eingeschaltet werden.

Bei solchen Witterungsverhältnissen und starken Regenfällen wie zum Beispiel gestern reicht das Tagfahrlicht nicht aus, denn da leuchtet es zwar vorne doch die Rückleuchten bleiben dunkel. Und das kann dann im ungünstigsten Fall dazu führen, das man eine neue Heckpartie am Auto benötigt. Wenns ganz ungünstig läuft, landet man auch noch im Krankenhaus, da dürfte selbst die Schuldfrage nur zweitrangig sein.

Und noch ein Wort an die Granaten, die meinen das Pfützen und ganze Bäche auf der Autobahn nun wirklich kein Grund sind, den Fuß am Gaspedal mal entscheidend anzulupfen: Gerade ihr Trottel gefährdet nicht nur euch, sondern auch andere. So, dann hätten wir das ja geklärt, ich hoffe ihr haltet euch bei der nächsten Sintflut daran.

Vom Himmel hoch

regen

Wow, schüttet das heute aus Kübeln…

Von frühmorgens bis jetzt kam schon reichlich Wasser vom Himmel und das eigentlich ohne Unterbrechung. Und ausgerechnet heute hatte ich natürlich noch eine etwas weitere Fahrt vor mir, die ich mir bei diesen Wetterbedingungen eigentlich gerne erspart hätte. Denn erfahrungsgemäß ist es kein Vergnügen, bei Regen, Nebel und allgemein schlechter Sicht auf bayrischen Straßen unterwegs zu sein.

Eigentlich sollte man ja seine Geschwindigkeit bei Regen etwas anpassen, denn nicht nur Aquaplaning droht an manchen Stellen, auch die Gischt des Vordermanns trägt nicht gerade dazu bei dass man sich entspannt zurücklegen und die Fahrt genießen kann. Und ich rege mich immer wieder über diese Blödmannsgehilfen auf, denen scheinbar alles egal ist… :roll:

Die donnern mit einem Affenzahn über den Teer, obwohl deren Sicht wahrscheinlich genau so eingeschränkt ist wie bei anderen. Aber egal, da gehts im Blindflug über die Bundesstraße, da wird Überholt obwohl man überhaupt nicht erkennen kann ob jemand entgegen kommt, koste es was es wolle. Nun, ich fahre ja auch gerne schnell, aber bei solchen Bedingungen wie heute finde ich so etwas unverantwortlich. Denn man gefährdet ja nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch andere.

Über einen dieser Helden habe ich mich eben auf dem Weg ins Hotel noch tierisch aufgeregt, als er mit seinem sportlichen Fahrzeug mit der sehr markanten Farbe an uns vorbei gedonnert kam wie ein Geisteskranker. Die markante Farbe seines Autos machte es mir allerdings auch einfacher seinen Karren zu identifizieren, als er sich knapp 10 Kilometer weiter in eine Wiese verabschiedet hatte.

Bin mal gespannt ob es nachher noch etwas trockener wird, denn ein kurzfristiger Besuch bei einem guten, alten Bekannten steht auf dem Plan. Allerdings sind dazu auch – hin und zurück – noch knapp 190 Kilometer vom Allgäu bis kurz vor Augsburg zu rudern fahren.

Männer brauchen keinen Regenschirm

nurmalsoDies ist ein unumstößliches Grundgesetz.

Und genau aus diesem Grund habe ich auch nie einen Regenschirm dabei. Ich hätte auch überhaupt keine Möglichkeit einen Regenschirm zu erhaschen, denn die ca. 14 Regenschirme die in unserer Kemenate und in diversen Fahrzeugen gebunkert sind, die gehören alle dem Weibchen. Dabei spielt es nur eine nebensächliche Rolle, dass ich mindestens 70% der Regenschirme angeschleppt habe. Meistens irgendwelche Werbegeschenke von Händlern oder auch Kunden, aber egal.

Denn wir Kronen der Schöpfung sind hart im nehmen. Auch Naturgewalten wird getrotzt, zumindest soweit es möglich ist. Einen Hurrican hätte ich gestern wahrscheinlich schadlos überstanden, aber die geschätzt 20 Kubikmeter Wasser die da innerhalb weniger Stunden auf einen Quadratzentimeter niederprasselten, die waren dann doch etwas zu viel.

Keine Möglichkeit zum unterstellen, zum Schluß nur noch knapp 500 Meter bis zum Auto. Gut, ich habe nach etwa 200 Metern aufgegeben und mich in mein Schicksal ergeben. Aber ich gehe jede Wette ein dass selbst Usain Bolt, der nur unwesentlich schneller ist, auch klatschnass geworden wäre. Naja, bei ihm wären die Locken vielleicht nicht so durchgeschlagen.

Vielleicht sollte ich dem Weibchen doch mal einen der mindestens 14 Regenschirme abluchsen, schaden kanns ja nicht.