mülleimer

Frauen lieben Tupperware.

Tupperware ist billiges Plastikzeug, dass das Seelenheil der Weibchen in Einklang bringt und das Portemonnaie der Männer erleichtert. Vertrieben wird der Plastikkrempel ganz hinterhältig, denn unter dem Deckmantel eines Haushaltsgerätevertriebs finden diese straff organisierten und weltweit agierenden Drückerkolonnen immer wieder Zugang in die Häuser unvorsichtiger Weibchen, die sich des Schutzes ihrer wohlmeinenden Ehemänner extra dafür vorher temporär entledigt haben. Dann werden exzessive Tupperpartys gefeiert. Doch darum geht es erst morgen…

Heute kümmern wir uns aber nur um den Plastikkrempel, der ganze Küchenschränke verstopfen, Geldbeutel erleichtern und Männer zur Weißglut treiben kann. Ich stamme noch aus einer Generation, da musste man sich fast schämen wenn man Plastiktöpfe in der Küche hatte. Alles war aus Stahl, Blech und Porzellan und man musste sich auch noch keine Gedanken machen, ob das Zeug spülmaschinenfest war oder nicht. Denn es gab noch keine Spülmaschinen…

Wenn man heute nicht wenigstens ein Tupper-Töpfchen im Schrank hat, dann gilt man schon fast als rückständig. Und das nur, weil bei diesen Plastikbehältnissen die Deckel mittels einer Rille so in den Unterbau greifen, dass Luft entweichen aber nicht mehr zurück strömen kann. Wenn man es vergleichen müsste quasi eine Art Schließmuskel aus Plastik.

Angeblich soll man ja in den Plastikdosen auch Nahrungsmittel lagern können, aber das ist nur ein unbestätigtes Gerücht. Wenn man es von der rein technischen Seite sieht, dann könnte aber etwas an diesem Gerücht dran sein. Denn durch den luftdichten Verschluss mumifiziert beispielsweise Fleisch sofort und wäre sogar im Jahr 4013 bestimmt noch als solches erkennbar. Gut, essbar nicht mehr aber Pharaos wurden auch nicht gegessen nachdem sie gefunden wurden…

Um mit dem Plastikkrempel Milliarden umzusetzen, hat Tupperware ein relativ einfaches Schneeballsystem ersonnen. An erster Stelle steht natürlich die Geschäftsleitung, die auch den gesamten Reibach einstreicht. Die darunter stehende Kaste ist für die operative Führung zuständig und sie bestimmt auch die Produktentwicklung. Die unteren Kasten sind nicht fest angestellt und beziehen daher auch nur Gehalt, wenn sie genügend Tupperware an die Frau bringen.

Deshalb werben sie ahnungslose Hausfrauen an, befehlen ihnen ihre Männer vorübergehend hinaus zu werfen und tauchen dann mit einem Rudel vorher hypnotisierter Weiber auf, die die Käuferinnen spielen sollen. Entlohnt werden die Ausrichterinnen ausnahmslos mit vermeintlich wertvollen Tupperprodukten und kurioserweise sind diese damit vollauf zufrieden, denn ihre Sammlung vergrößert sich so immer weiter, ob man den Plastikkrempel nun braucht oder nicht.

Aber irgendwann einmal, dann ist Schluß mit lustig. Dann fliegt der ganze Plastikkrempel am Fenster heraus. Zumindest der, der sich nicht als Sammelbox für Schrauben oder sonstiges verwenden lässt.

Mein Name ist Hans

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