Es wird immer grotesker mit Trump

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Eines kann man dem neuen amerikanischen Präsidenten Trump nicht absprechen: Für Schlagzeilen ist er fast täglich gut.

In seiner noch recht kurzen Amtszeit unterschrieb Trump fast im Eiltempo Erlasse und Dekrete und scheinbar scheut man in seinem Stab auch vor Lügen nicht zurück. Denn vor einigen Tagen hatte seine Top-Beraterin Conway von einem Massaker in der amerikanischen Stadt Bowling Green berichtet, für das angeblich zwei irakische Flüchtlinge verantwortlich gewesen sein sollen.

Und sie erdreistete sich sogar zu behaupten das die Information nicht bekannt wäre, weil die amerikanische Presse nicht darüber berichtet hätte. Dumm nur das in dieser Stadt nichts von einem Anschlag bekannt ist. Und Chef Trump ließ gestern auch wieder kein gutes Haar an den Medien und unterstellte der „sehr verlogenen Presse“ abermals, bewusst Vorfälle zu verschweigen.

Wenn man diese Meldungen liest und auch seine teilweise sehr provokativen Twitter-Statusmeldungen verfolgt, dann muss man sich wirklich die Frage stellen, ob dieser Mann mit seinem Amt nicht etwas überfordert ist. Es wirkt fast so, als wolle Trump hier unter allen Umständen einen Krieg der Kulturen anfachen und sein Verhalten ähnelt – wie kürzlich beim gerichtlichen Stop seiner Einreiseverfügung – eher dem eines beleidigten Kleinkindes, das unter allen Umständen mit dem Kopf durch die Wand will. Koste es was es wolle…

Viele seiner Beschlüsse wirken auf mich fast absurd, sein Verhalten kann man schon fast mit schizophren bezeichnen. Er scheint ein dickes Problem damit zu haben Kritik zu dulden und zu verarbeiten und scheinbar kann er mit Widerspruch überhaupt nicht umgehen. Ich warte auf den Tag wo der/die erste aus seiner Regierungsmannschaft öffentlich eine andere Meinung vertritt.

Der- oder diejenige darf sich dann wahrscheinlich gleich eine neue Tätigkeit suchen und ist ein Vaterlandsverräter. Denn nur die Meinung von Trump zählt, er ist der Entscheider und duldet nur seine Meinung. Ein Niveau wie ein Kleinkind – Hauptsache gewählt. Wenn dieser Mann wirklich vier Jahre sein Unwesen treiben darf, herrscht im günstigsten Fall in den USA Bürgerkrieg.

Im ungünstigsten Fall Weltkrieg…

Was erwartet die Welt mit einem amerikanischen Präsidenten Donald Trump?

nurmalso

Es war die erste Amtseinführung eines amerikanischen Präsidenten, die ich mir – zumindest bis zu seiner „Rede“ – live im Fernsehen angesehen habe.

Nach dem nicht gerade friedlichen Wahlkampf mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton war ich eigentlich nur gespannt, ob Mr. Trump angesichts seines hohen Amtes nun versöhnlichere Töne anschlagen würde. Doch Pustekuchen, ich hatte den Eindruck als wäre er immer noch im Wahlkampf. Die Politiker in der amerikanischen Hauptstadt bekamen ihr Fett weg, denen er quasi vor einem Weltpublikum jegliche Qualifikation absprach.

Und auch in der restlichen Welt dürften manchen die Ohren geklingelt haben bezüglich einer weiteren oder zukünftigen Zusammenarbeit mit den USA. Denn sein „America first“ dürfte jedem zeigen, das mit den Vereinigten Staaten, die im Moment überhaupt nicht vereinigt erscheinen, in Zukunft nicht gut Kirschen essen ist. Sicherlich kann ein Präsident Trump nicht alleine entscheiden und gerade innerpolitisch dürfte er sich mit seiner Kritik – auch gegen Parteikollegen – nicht gerade Freunde gemacht haben.

Trotzdem wirkt dieser Mann auf mich unberechenbar und er polarisiert nach wie vor. Er polarisiert sogar so, dass ich im Freudeskreis orakelt habe: „Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder er gibt auch normale Weise den irdischen Löffel ab oder er endet wie Präsident Kennedy 1963.“ Ich bin gespannt, war wir von diesem Populisten und Nationalisten in der Zukunft noch erwarten werden. Das die USA mit ihrem 2-Parteien-System meinungstechnisch quasi immer ein geteiltes Volk sind, wird auch Trump nicht ausmerzen können.

Allerdings waren die Amerikaner seit dem amerikanischen Bürgerkrieg noch nie so geteilt wie heute, wie man angesichts der Ausschreitungen und Proteste zu seiner Inauguration sehen konnte. Und schon heute werden wieder weit über 200.000 Menschen beim „Women’s March“ erwartet, wo gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt, Rassismus, Homophobie und religiöse Intoleranz protestiert wird. In ganz Amerika sind über 600 weitere Protestmärsche von Menschen angekündigt, die sich durch Trumps „Rhetorik“ im Wahlkampf beleidigt fühlten.

Doch das was wahrscheinlich nicht nur mir am meisten Sorge bereitet ist die Tatsache, dass – wie in den USA üblich – die Freigabe von Atomwaffen in der Hand einer einzigen Person liegt. Nur heißt diese Person jetzt Donald Trump und der hat im Wahlkampf schon geäußert, das ein Einsatz solcher Waffen manchmal wünschenswert wäre. Nun, vielleicht male ich das Szenario zu schwarz und Mr.Trump wird angesichts seines Amtes und der Verantwortung noch weise.

Allerdings befürchte ich eher, das er an seinem Altersstarrsinn fest hält…

Wer wird denn nun Präsident der USA?

nurmalso

Nachdem ich mir vor einem knappen Monat schon einmal Gedanken zu den Präsidentschaftskandidaten der USA gemacht hatte, ist es jetzt bald so weit.

Denn morgen am 8.November entscheidet Amerika darüber, ob es das vielleicht kleinere Übel wählt oder eben Donald Trump. Glaubt man verschiedenen Vorberichten, dann liegen die beiden Kandidaten in der „Gunst“ der Wähler nicht weit auseinander. Wobei amerikanische Quellen berichten, dass die Tendenz der Frühwähler die ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben, eher zu Hillary Clinton tendiert.

Festzuhalten bleibt, das dieser Wahlkampf zu den am schmutzigsten geführten in der amerikanischen Geschichte zählt. Und festzuhalten bleibt ebenso, das egal ob Amerika nun einen Präsidenten oder eine Präsidentin bekommt, diese(r) das Land nicht gerade jubeln lässt. Naja, gespannt bin ich trotzdem, wer denn nun das Rennen macht. Und ich brauche auch keinen Gedanken an Auswanderung zu verschwenden, mit dem sich in den Staaten laut eines amerikanischen Radiosenders doch einige beschäftigen.

Auch wenn die Wahl angesichts der für mich nicht gerade optimalen Kandidaten nicht gerade einfach ist, würde ich mich aus dem Bauch heraus eher für Hillary Clinton entscheiden. Aber ich bin ja dem Herrn Gott sei Dank kein Amerikaner. Und das Horst Seehofer Bundeskanzler wird ist nicht zu befürchten, deshalb bleibe ich auch in Deutschland und übersiedele nicht nach Neuseeland. Wen würdet ihr denn bevorzugen: Trump oder Clinton?