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Nun ja, zumindest das erreichen des Achtelfinales bei dieser Fußball-Europameisterschaft hatte ich ja bei allem persönlichen Pessimismus erwartet.

Denn das die tapfer verteidigenden Nordiren jetzt mit Mann und Maus auf das deutsche Tor anstürmen würden war eher nicht zu erwarten. Doch gerade gegen so tief stehende Mannschaften, noch dazu von der englischen Insel, haben sich schon andere deutsche Teams die Zähne ausgebissen. Aber sieht man mal von 2 Konterchancen und einem Eckball ab, war die deutsche Mannschaft quasi immer in Ballbesitz und kreierte eine Reihe bester Chancen.

Immerhin eine dieser Chancen konnte die „echte 9“ Mario Gomez dann nach einer halben Stunde verwerten. Thomas Müller traf vor und nach dem Führungstor Pfosten und Latte und schon zur Halbzeit hätte man durchaus auch 3:0 führen können. Die Nordiren wirkten zumindest in der ersten Hälfte phasenweise überfordert und die Abwehrspieler der Insulaner waren unter Dauerstress.

Alles in allem die sicherlich beste Halbzeit, die das deutsche Team bisher bei dieser Europameisterschaft zeigte und der einzige Vorwurf den man zu diesem Zeitpunkt machen konnte war die mangelhafte Chancenverwertung. Auch in Halbzeit 2 ging das muntere Chancen verballern zuerst munter weiter. Alleine Mario Götze hatte innerhalb der ersten 5 Minuten 2 „hundertprozentige“ auf dem Fuß.

Doch der nordirische Beton blieb undurchdringlich und letztendlich ist dieses 1:0 kein Ruhmesblatt, allerdings muss man sich auch als amtierender Weltmeister gegen ein so defensives Team erst einmal durchsetzen. Da auch Polen „nur“ mit 1:0 gegen die Ukraine gewann, sprang immerhin der Gruppensieg heraus und vieles spricht dafür, das man es nun mit der Slowakei zu tun bekommt.

Dann ist sicherlich nochmals eine Leistungssteigerung von Nöten, wobei die Slowakei aber auch um einiges offensiver agieren dürfte, was dem deutschen Team zu Gute kommet. Sehr gut gefallen hat mir im übrigen der Jungspund Joshua Kimmich, der mit seiner Leistung wohl den Schalker Höwedes aus dem Team verdrängt haben sollte. Allgemein war bei allen eine deutliche Leistungssteigerung nach den Spielen gegen die Ukraine und Polen erkennbar.

Bleibt festzuhalten, das unsere Abwehr bis jetzt wie die deutsche Eiche stand und kein Gegentor zuließ. Bis zum anstehenden Viertelfinalspiel wird aber vorrangig Torschußtraining auf dem Stundenplan stehen müssen, denn was unsere Bundeskicker da gestern versemmelt haben, das ging ja teilweise schon nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut. Aber das wird unser Bundes-Jogi wohl selbst wissen…

Mein Name ist Hans

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