Auf nach Bayern

Nachdem wir bis einschließlich Dienstag Schützenfest gefeiert haben, gehts also heute wieder auf die Pirsch. Berufliche Termine lassen sich manchmal eben nur schlecht verschieben und genau genommen habe ich die ersten 250 Kilometer schon hinter mir.

Mein heutiges Tagesziel ist Neuburg an der Donau, mit Zwischenstation in Heidelberg. Aber jetzt habe ich mir erst einmal ein Käffchen verdient, denn der Wecker klingelte schon um 4 Uhr. Und da habe ich schon gemerkt, das mir nach den letzten Tagen eindeutig noch Schlaf fehlt.

An ausschlafen dürfte zumindest in den nächsten Tagen auch nicht zu denken sein, denn selbst am Samstag und Sonntag stehen Termine an. Aber das ist ja nichts neues, manchmal isses eben etwas stressiger und was mich nicht tötet, härtet mich ab. So, jetzt muss ich mir erst einmal ein Hotel besorgen und dann gehts weiter…

DRINGEND – Bitte vormerken

reisszweckenSo viele Termine im Jahr…

Vielleicht solltet ihr euch da jetzt schon einmal den 28.Dezember freihalten. Natürlich nur, wenn ihr nicht sowieso schon Urlaub habt. Denn dieser 28.Dezember ist – nach meinem Geburtstag – der zweitwichtigste Tag des Jahres. Dieser Tag kann viele Menschen endgültig glücklich machen, aber auch schlimme Partnerschaftskrisen verursachen. Denn an diesem 28.Dezember habt ihr die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschenke die euch absolut nicht gefallen oder für die ihr keine Verwendung habt, umzutauschen.

Ungeduldige Geister werden übrigens in diesem Jahr besonders auf die Probe gestellt, denn nur weil der Tag nach den Weihnachtsfeiertagen auf einen Sonntag fällt, müssen sie sich in diesem Jahr einen Tag länger mit unerwünschten Geschenken herum plagen. Gewiefte Geschenkexperten behelfen sich allerdings damit, diesen nutzlosen, häßlichen und/oder überflüssigen Kram vorübergehend im Keller zu deponieren. Hauptsache aus den Augen…

Und ganz gewiefte machen es wie ich: Sie verschenken nichts, bekommen nichts geschenkt und gehen am 28.Dezember lieber einer sinnvolleren Beschäftigung nach, als hechelnd durch die Stadt zu laufen und Geschenke umzutauschen. Aber jedem das seine…

Immer wieder freitags…

kaffee…drehen vor dem Wochenende drehen irgendwie alle am Rad.

Die einen benötigen noch ganz dringend Hilfe, obwohl sie von ihrem Problem schon länger wissen. Aber das wird dann erstmal aufgeschoben, damit man es jemand noch vor dem Wochenende aufs Auge drücken kann. Die anderen tun so als wären sie der Herr Gott persönlich, drohen sogar zwischen den Zeilen mit einem anderen Auftragsentzug, nur damit sie noch vor dem Wochenende verarztet werden können. Und das wegen einer Pillepalle-Leistung, die auch noch locker nächste Woche erledigt werden könnte.

Tja, nur bei mir beißen sie fast alle auf Granit. Ich lasse mich nur selten erweichen und drohen lasse ich mir schon mal gar nicht. Denn die Kapazitäten sind erschöpft und mehr ist nicht. Diese Erklärung sollte eigentlich auch dem größten Spatzenhirn ausreichen, tut sie allerdings nicht immer. Da muss dann manchmal eben eine etwas intensivere Wortwahl her, damit der Verstand am anderen Ende der Leitung auch mal Input bekommt. Und meistens klappts sogar, muss wohl an meiner ausgefeilten Rhetorik liegen.

Die wende ich natürlich nur bei langjährigen Kunden an, mit denen ich auch meistens per du bin. Und wenn man manche dieser Konversationen mal veröffentlichen würde, da ständen wohl einigen die Nackenhaare zu Berge. Am Montag rufen die meisten dieser Quälgeister übrigens wieder an. Zumeist auch deutlich ruhiger und selbst Terminabsprachen funktionieren reibungslos. Auch eventuelle Wartezeiten werden zumeist klaglos in Kauf genommen. Muss wohl wirklich am bevorstehenden Wochenende liegen, dass die Knaben freitags so am Rad drehen.